Was ist Gewaltschutz im Familienrecht?
Gewaltschutz umfasst rechtliche Maßnahmen, die Opfer häuslicher Gewalt schützen – z. B. Kontaktverbote, Wohnungsverweis oder einstweilige Verfügungen.

Wer kann Gewaltschutzmaßnahmen beantragen?
Jede Person, die Opfer von körperlicher, psychischer oder sexueller Gewalt wird, kann beim Familiengericht oder beim Ordnungsamt Gewaltschutz beantragen.
Welche Maßnahmen kann das Gericht anordnen?
Das Gericht kann u. a.:
- den Täter aus der Wohnung verweisen,
- den Kontakt zum Opfer untersagen,
- Näherungs- und Kontaktverbote für Kinder festlegen.
Wie schnell werden Gewaltschutzanordnungen umgesetzt?
Einstweilige Maßnahmen können im Eilverfahren schnell nach der Antragstellung wirksam werden, um akute Gefahren abzuwehren.
Welche Rolle spielt die Polizei beim Gewaltschutz?
Die Polizei kann sofort eingreifen, wenn Gefahr im Verzug ist, z. B. durch Wohnungsverweis oder Platzverweis.
Können auch Kinder geschützt werden?
Ja, das Wohl der Kinder steht im Vordergrund. Gewaltschutzmaßnahmen können speziell auf Kinder ausgedehnt werden, um sie vor physischer oder psychischer Gewalt zu schützen.
Wie lange gelten Gewaltschutzanordnungen?
Einstweilige Anordnungen gelten zunächst vorläufig, in der Regel für einige Wochen bis Monate. Eine Verlängerung oder endgültige Regelung erfolgt durch das Gericht erst nach Anhörung beider Parteien in einem sogenannten Hauptsacheverfahren.
Hier finden Sie sofort Unterstützung:
Bundesweites Hilfetelefon
„Gewalt gegen Frauen“
0800 116 016
Kontakt zur Frauenhauskoordinierung
www.frauenhauskoordinierung.de
